Gegensätze – sie ziehen an!

St. Lucia

Martinique

Nach der Ankunft in Rodney Bay Marina auf St. Lucia waren erstmal ein paar Tage ausruhen angesagt. Mit vier Leuten an Bord sind die Nachtwachen (zwei Stunden Wache, sechs Stunden Pause) natürlich um ein Vielfaches entspannter als nur mit zweien (alle drei Stunden abwechseln).  Aber Martin als Skipper schläft immer nur mit einem Auge/Ohr. Bei der kleinsten Veränderung von Wind, Wellen, Bootsgeräuschen steht er an Deck! Er sah kein bißchen müde aus bei der Ankunft, aber die Ruhe und vor allem Entspannung danach brauchte er.

Zwischendrin haben wir St. Lucia in kleineren und dann etwas größeren Kreisen erkundet. Die Gegensätze zwischen dem Leben der Einheimischen und dem der Touristen in ihren Luxus-, Honeymoon-Resorts, Hotels und Kreuzfahrtschiffen sind riesig. Dementsprechend und aus unserer Sicht völlig verständlich ist alles durchtouristisiert, sprich: alles kostet Geld. Wir wollten das Wahrzeichen der Insel, einen der Pitons ersteigen, das hätte uns mit Mietwagen, Eintrittsgebühr und obligatorischem Führer zu zweit gut 250 US$ gekostet! Wir haben uns entschieden, das Regenwald-Abenteuer auf die Insel Dominica zu verschieben.

Wirklich schön ist Marigot Bay und dort vor allem Martins neuer Lieblingsfriseur…..

Auf Martinique – unserer nächsten Insel – war es ähnlich, aber insofern noch anders, als dass diese Insel ein französisches Departement ist – der südlichste Vorort von Paris. Die Insel ist übrigens auch, wie die anderen französischen Überseegebiete, auf den Euro-Scheinen zu finden. Am ersten Morgen in Fort de France sind wir mit unserem Dinghi an Land gefahren und haben uns auf frisches Baguette und Croissants gefreut. Fehlanzeige. Die Stadt war geflutet mit den 1000en von zwei grossen Kreuzfahrtschiffen und dementsprechend endlos vielen Läden mit endlos viel Schund. Und wir fühlten uns ein wenig wie in Kapstadt, überall Zäune, Absperrungen, nach Einbruch der Dunkelheit (und Abfahrt der Kreuzfahrtschiffe) niemand mehr auf den Strassen, alles fest verriegelt und verrammelt. Restaurants? Entweder französisch, teuer oder einheimisch und naja. Wir wollten nach Fort de France, weil wir einen Check für unseren Motor brauchten. Das hat karibisch lang gedauert und der empfohlene Motorexperte ist eben dort. Sein Anlegepier (s.Fotos) war eindrucksvoll – wir die ganze Stadt.

Wir konnten dann endlich weitersegeln, nur zwei Stunden in die überübernächste Bucht Anses d’Arlets – wunderbar! Kleines Örtchen, kein Supermarkt, eine schöne Kirche, zwei Restaurants, ein schöner Berg zum hochsteigen – wir sind wieder versöhnt mit Martinique!

Und vor allem kommen Victor uns Nina hier an Bord……

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.