Have a good time, USA!

Hampton in Virginia war unsere Absprungstelle Richtung Bermudas. Dort kamen Lori und Charles an Bord, die grossen Boreal-Fans, die wir in Halifax kennengelernt hatten. Sie waren begeistert als wie sie fragten, ob sie als Crew bei uns mitsegeln wollen.

Martin macht immer eine sehr gewissenhafte Strecken- und Routenplanung. „Wieso fahrt Ihr denn noch nicht los? Das Wetter ist doch gut.“ Ja, das Wetter war schön in Hampton, Virginia. Aber wir werden voraussichtlich 5 Tage nach Bermuda unterwegs sein – uns interessiert das Wetter in 2-3 Tagen auf hoher See bedeutend mehr, als die aktuellen Sonnenstunden in Virginia. Wir müssen einmal den Golfstrom durchqueren. Und wollen nicht in starken Wind und Wellen gegen an fahren.

Für lange Offshore Strecken hilft uns Chris Parker, er ist professioneller „Weatherrouter“, ein Meteorologe, der für CHEGLIA ein Wetterfenster und eine Route errechnet.
Das sieht dann so aus:

You’ll depart ChesapeakeBay motoring SE…then sail E into GulfStream Sun5 night/Mon6…then turn SE, exiting Stream as N wind arrives Tue7…pass near 35N/70W then 34N/68W to be clear of the counter-clockwise-rotating eddy…then sail to Bermuda……..

Die ersten beiden Tage und Nächte der Überfahrt waren dann auch eher ungemütlich! Wir haben den Golfstrom überquert, der ist breit (wir haben 12 Stunden gebraucht) und die Wellen schubsen und schaukeln das Boot in alle möglichen Richtungen. Das hiess „Fische füttern!“ Und dann waren da noch die Squalls, „kleine“ lokale Gewitterzellen mit plötzlichem, sich drehenden starken Wind und peitschendem Regen. Am Tag sieht man sie noch drohend auf sich zukommen. Aber am nachtdunklen Himmel? In der zweiten Nacht hat uns einer aus nicht-heiterem Himmel erwischt und ordentlich auf die Seite gedrückt. Charlie hatte Wache und es hat etwas gedauert bis Martin sich in die volle Segelmontur geworfen hatte und die Situation wieder beruhigen konnte.

Die beiden letzten Tage gab es zwar auch noch den ein oder anderen Squall, immer dann, wenn Charlie „Squally“ Wache hatte. Keiner war mehr so heftig, alles andere war Champagnersegeln und die Crew wieder entspannt.

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