Nach Panamà…..

Kurz vor Weihnachten starten wir von Santa Marta nach Panamà. Gut zwei Tage dauert die Reise. Unser Ziel sind die San Blas Inseln. Schon in der ersten Nacht macht es einen Riesen „Rumms“ – irgendetwas hat uns gerammt. Natürlich können wir nicht sehen was es war. Aber wir sind sehr froh, dass wir ein Aluminiumboot haben! Am nächsten Tag werden die Wellen höher und immer unangenehmer je näher wir zur Küste kommen. Und in den ganz hohen Wellen ist das immer dieses laute Geräusch. Doch etwas beschädigt? Wir ändern unseren Plan, lassen die von den Kuna-Indianern bewohnten San Blas Inseln – im wahrsten Sinne des Wortes – links liegen und steuern die grosse und sichere Bucht und das Örtchen Portobello an. Von dort kommen wir wenigstens irgendwohin, falls es nötig wäre. Die letzten Stunden sind echt nicht schön. Hohe Wellen aus allen möglichen Richtungen und immer mehr riesige Frachter um uns rum, weil wir schon in der Einfahrt zum Kanal sind. Wenden in 4 – 5 m hohen Wellen, puh! Als wir endlich ruhig und sicher am Anker liegen, taucht Martin sofort um das Boot herum – nichts passiert! Lediglich der Anker hatte sich (vielleicht durch den Rumms?) etwas gelockert und ist in den hohen Wellen dann gegen den Bug geschlagen. Nochmal puh! In Portobello (das ist übrigens die Bucht, von der aus die Spanier alles Gold und Silber, das sie den Inkas geklaut hatten, nach Europa verschifft haben) erreichen wir endlich den Agenten, den wir für den Kanaltransit angeheuert haben. Ja, so etwas gibt’s: Es bedeutet viel Papierkram, viel Organisation und alles auf Spanisch. Er sagt uns, wenn Ihr einen Termin haben wollt, müsst Ihr erstmal zur Kanalbehörde fahren und Euer Boot vermessen und durchchecken lassen. Ok, also immer noch keine San Blas Inseln. Aber dafür Weihnachten an Bord vor Portobello!

Am 26. 12. segeln wir weiter – zum Panamàkanal. Ich finde es super spannend. Riesige Frachter, die teilweise auf ihre Durchfahrt warten, teilweise raus- oder reinfahren und ein massives Breakwater, so gross habe ich das noch nie gesehen, durch das alle Schiffe durch müssen. Die Riesen genauso wie wir. Am nächsten Tag kommt der „Offizielle“ von der Kanalbehörde an Bord, macht den ganzen Papierkram, vermisst unser Schiff und dann haben wir die Genehmigung in der Hand. Unser Transit wird am 30. Januar 2019 sein.

Am nächsten Morgen wollen wir endlich zu den San Blas Inseln. Doch in der Nacht habe ich abwechselnd Schüttelfrost, Schweissausbrüche und bald Fieber. Wir fahren nur in die nächste Marina und ich bin für eine Woche völlig ausgeschaltet. Wie sich später herausstellt, war es ein Moskito noch in Kolumbien, der mich mit Denguefieber infiziert hatte.

3 Gedanken zu „Nach Panamà…..“

  1. Hallo Ihr Beiden,
    liebe Grüße nach Panama. Bald ist ja die große Durchfahrt geplant ! Wart Ihr noch auf den San Blas Inseln nach dem Fieberanfall ? Hoffentlich ist alles wieder auskuriert. Ich wünsche Euch eine tolle Passage und eine gute Ankunft im Pazifik.
    Beste Grüße Gregor

  2. Sorry to hear about your illness Lydia. Hopefully you have recovered well and ready for your next big adventure! Good luck with the transit today!

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