Ganz schön kalt in der Karibik

Wir wollten mal richtig schnell fahren. Und haben einen Tagesausflug mit Beatrix, der Fähre, auf die Hauptinsel gemacht, um auf den Vulkan zu steigen. Sehr frühmorgens sind wir los – mit Dinghy zum Fährdock, mit „Beatrix“ nach Trois Riviere, mit Bus 1, mit Bus 2, mit Bus 3. Dann waren wir am Fuß des Soufriere. Dieser Vulkan ist die höchste Erhebung der Antillen – 1467 m hoch! Und er ist aktiv. Wissenschaftler erwarten einen massiven Ausbruch, der grosse Teile der Insel mit seiner Lava vernichten könnte. Deshalb gibt es überall Meßstationen, die jegliche Aktivität genau aufzeichnen. Der erwartete Zeitraum dafür ist – in Vulkanzeiteinheiten betrachtet – nicht gross: Innerhalb der nächsten 500 Jahre könnte es passieren!

Es war beeindruckend. Der Weg hoch zum Vulkan geht erst durch glitschig steilen Regenwald. Kolibris naschen an Blüten. Dann unter Riesenfarnen entlang, durch die wiegenden Gräser der Bergsavanne bis die ersten Sulfatdämpfe in die Nase steigen und es steiniger wird. Und kälter. Wir sind in den (Regen)wolken, die den Berg bis auf seltene kurze Lichtblicke ständig verhüllen. Dazu kommt der Wind. Je weiter wir nach oben steigen, umso mehr treibt der stürmische Wind uns die Kälte zwischen die Rippen, gefühlt 20 Grad weniger als vor einer halben Stunde. Dazu der Geruch des Vulkans, die neblig-wolkige Umgebung, wir klettern an den Kraterrand, alles ist feucht und neblig und tropft…… ungeheuerlich faszinierend!

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