Das Neueste von uns

Bem-vindo, Portugal!

Gestern Abend angekommen, liegen wir vor einem kleinen Fischerdorf auf der anderen Seite von der Altstadt Portos. Hier haben wir gestern in einer tollen Fischbude gegessen, auf der einen Seite das Wasser, auf der anderen die Holzkohlegrills vor der Tür- Frischer Fischer Fisch!

Die Bruecke nach Porto
Porto

From Baiona, Espana, to Porto in Portugal. A long motor sailig day later we arrive at the very friendly Douro Marina, opposite of Porto’s old town.

Great fish at a cool eatery, right at the fishermen’s harbor (on the picture right hand side). They had their barbeques fired up on the street! Imagine us just following the great smell….

We’re „Arround“!

In A Coruna ist Colin an Bord gekommen. Er hat etliche andere Boote von Boreal als Gutachter abgenommen, kennt sie also wie seine Westentasche und hat schon viele Tausend Meilen mit den unterschiedlichsten Booten „ersegelt“. Mit ihm gehen wir sorgfältig alle technischen Komponenten durch, er hat viele Tipps……

Zusammen starten wir in A Coruna, Ziel ist das Ende der Welt – das Cabo Fisterra von Galizien – an der nordwestlichen Ecke von Spanien zu umrunden, dann wollen wir weiter nach Süden. Der Wind und die Wellen um das Kap herum sind berüchtigt, der Leuchtturm dort berühmt. Wir starten deshalb auch erst, sobald die Wettergötter uns gnädig sind. Um das Cap herum sind die Wellen trotzdem so hoch, wie ich sie vorher noch nicht erlebt habe – ich bekomme im Cockpit meine erste Salzwasserdusche in den Kragen gespült.

Einige Stunden später heisst es froh und glücklich: „We are arround!!!“ Und Wind und die hohen Wellen sind wie „weggeblasen“. Am frühen nächsten Morgen liegt unser Anker in der Bucht von Baiona in Süd-Galizien, nicht mehr weit nach Portugal……

Morgen mit dem ersten Licht starten wir Richtung Porto und werden dort morgen Abend sein, wenn die hohe Dünung eine Einfahrt zulässt. Ansonsten peilen wir direkt Lissabon an. Eingekauft haben wir für drei Tage.

 

Von La Rochelle nach A Coruna

Viva Espagna!

Kurz vor unserer Abreise testet als erster von unseren Söhnen Alexander die Gästekabine. Leider nur für eine Nacht! Es sind ja auch nur 1000 km – einfach! Er holt das Auto ab und plötzlich stehen wir allein auf dem Steg. Alles, was die ganze Zeit um uns herum war, ist verschwunden. Jetzt sind nur noch wir dran. Diesmal sagen wir, kein Stress-Wetter, wir nehmen ein ruhiges Wetterfenster um nach Spanien weiterzusegeln – A Coruna.

Das Wetter hält was es verspricht, die Nachtwachen zu zweit sind trotzdem anstrengend. Und schaukeln ist sowieso immer angesagt. An alles werden wir uns gewöhnen.

Ganz süß – wir bekommen Besuch! Ein kleiner Vogel nimmt sich seine Überfahrt von Frankreich nach Spanien. Ich nenne ihn B.P. (gesprochen BiiPii) = Blinder Passagier. B.P. kommt ziemlich ermattet an, wir geben ihm Süsswasser und die Körner, die ich für mein Brot mitgenommen habe. Er macht es sich gemütlich und verbringt die Nacht bei uns. Bei meiner Morgenwache unterhalte ich mich gut mit ihm – wirklich schön!

Sobald wir in Küstennähe kommen, fliegt er seines Weges und wir kommen wohlbehalten, stolz und glücklich in A Coruna an.

Einzug – diesmal richtig!

In Treguier hatten wir vor der Abreise nach La Rochelle schon einiges ins Schiff geladen. Auf der Messe machte das natürlich nur begrenzt Sinn. Und nachdem nun wirklich alles „Vorgeplänkel“ vorbei ist, beginnt das neue Leben – wie immer erstmal mit dem Einzug.

Anders als beim Einzug in ein Haus ist es diesmal ein grosses Puzzle: Die Schränke auf einem Boot sind normalerweise ziemlich klein, dafür gibt es Stauraum in allem (un)möglichen Ecken. Auch bei uns ist das ähnlich – die Schränke sind überschaubar gross, aber ansonsten haben wir sehr, sehr viel Platz – wir haben zwei Fahrräder an Bord, extra Anker, riesige Segel, zig Kilo bestes deutsches Vollkornmehl (für leckerstes von Lydia gebackenes Brot), usw usw. Wiederfinden muss man das alles auch.

La Rochelle und die Bootsmesse

Unendliche viele (Segel)boote

Cheglia an der französischen Atlantikküste in La Rochelle auf der grössten Bootsmesse in Frankreich „La Grande Pavoir„.

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Viele Menschen kommen an Bord und schauen herum. Wir sind auch gelegentlich dabei. Jean-Francois von der Boreal-Werft fragt uns, ob wir uns nicht wünschen, dass alle jetzt endlich gehen und wir unser neues Zuhause selbst bewohnen können.

Im Gegenteil! Wir freuen uns über die Gesichter der Menschen, die begeistert von unserem Boot sind, die leuchtenden Augen von ein paar kleinen Jungs und sind dankbar, dass das Leben so gut zu uns ist – denn wir können als stolze Bootsbesitzer mit unserer Cheglia wegsegeln.

La Rochelle – wirklich schön hier!

Für die Tage der Messe haben wir uns mal wieder über airbnb ein sehr interessantes Apartment mitten in der Altstadt und nah am Vieux Port gesucht – sehr guter Start hier. Die Stadt beeindruckt…..

… gleich durch ihren maritimem Charakter. Die an der Atlantikküste unweit der Inseln Ré und Oléron liegende Stadt La Rochelle lässt sich über ihre verschiedenen Häfen erleben und entdecken: der Alte Hafen im Stadtzentrum, der Yachthafen Les Minimes, der Handelshafen La Pallice, der Fischerhafen Chef de Baie. Dank ihrer außergewöhnlichen Wasserfläche und ihres Sinns für die sportliche Herausforderung ist sie eine der bedeutendsten nationalen und internationalen Wassersportstädte.
In La Rochelle erleben wir schon mal den Ozean mitten in der Stadt…

Von Treguier nach La Rochelle

Das ist schon aufregend – der erste Trip mit dem neuen Schiff. Einerseits. Und andererseits zu wissen, dass wir auf unserer ca. 48-stündigen Überfahrt einige herausfordernde Stunden haben würden. Zuerst haben wir unseren Kranz Neptun geopfert, sobald wir auf der offenen See waren. Gut so. Denn bald darauf stellten die Vorhersagen sich auch ein: Starke Tide, viel Wind gegen uns, Ausläufer eines Tiefs über Irland, die entsprechenden Wellen dazu – das waren 12 anstrengende Stunden mit wenig Schlaf und gelegentlichem (??? – bei manchem von uns war es durchaus mehr) „Fische füttern“. Nachdem wir das Finister

e der Bretagne hinter uns hatten, waren die Wellen zwar noch atlantisch hoch, aber alles andere passte wieder und die Crew (Martin, Lydia und Jean-Francois, einer der beiden Werftchefs von Boreal) ist – wieder entspannt – pünktlich zum Morgenrot in La Rochelle angekommen.

Der Kommentar von Jean-Francois: „Wenn wir bei ruhigen Wetter und zu wenig Wind losgefahren wären, hättet Ihr in La Rochelle nur gewusst, dass der Motor gut läuft.“ Wir haben definitiv mehr ausgetestet.

In der Bretagne

Mit Kalea, Manu und Peter haben wir sehr schöne Tage in der Bretagne verbracht – in unserem wunderbaren B&B Kerilou und mit dem ersten Testsegeln! Bei Niedrigwasser haben wir eine lange Wattwanderung gemacht, köstlichen frischen Fisch, Galettes genossen,…… und die drei Fräuleins haben die Goldene Kugel des Froschkönigs im Brunnen des Chateau La Roche Jagu gefunden…..

 

 

Taufe – aber sofort!

Titanic? War nicht getauft! Wir gehen sicher, Taufe von Jungfrau und so……

Cheglias Taufpatin Kalea reist mit ihrer Taufberaterin Manu vom Ammersee nach Treguier. Kalea, weil es erstens heutzutage nicht einfach ist eine Jungfrau zu finden, zweitens bedeutet Kalea auf Hawaiianisch „Luck and happiness“, und drittens ist sie unsere Patentochter! Der Bootsname kommt übrigens von Cheglio (spricht man: Kelio)– der beste und glücklichste Platz am Lago Maggiore. Und heute tauft Kalea Cheglia (klar, spricht man: Kelia)! Vorher muss unser Boot noch einmal auf’s Trockene – Propeller richten. Unser nächster Taufgast Peter ist zwar Flugzeugingenieur, aber hat auch hier alles unter Kontrolle.

Und dann hat es ordentlich gesprudelt….

Farewell Wiesbaden……

Viele von Euch haben uns verabschiedet – bei schönem Spätsommerwetter und frisch gezapften Bier. Danke für Eure schönen Geschenke und Spenden – 1.150 Euro sind zusammengekommen! Die nehmen wir mit, schaun, wo wir glauben, damit Gutes tun zu können und legen das, was noch fehlt, oben drauf. Ihr werdet davon lesen…..

Und danach hiess es – wegpacken, einpacken, Abschied nehmen. Besonders mir ist es richtig schwer gefallen, die oder andere, und noch eine, und noch eine…… Träne ist geflossen……